Wie von uns angekündigt hat gestern das Gespräch zwischen ver.di und der Rewe Geschäftsführung incl. Dr. Merten aus Köln stattgefunden. Im Vorfeld signalisierten Vertreter von REWE, dass sie ziemlich genervt von der andauernden Tarifrunde in Bayern samt der Streikbewegung sind. Wir gingen davon aus, dass die REWE uns ein Angebot macht um den Konflikt zu beenden.
Für REWE nahmen an dem Gespräch teil:
Herr Volker Hornsteiner (Geschäftsführer der Region Süd), der mit der Kernaussagen, dass er nicht entscheidet.
Herr Gustav König (Logistikleiter Region Süd), warum auch immer er dabei war. Wir glauben auch, dass er selbst nicht weiß wieso er dabei war
Frau Natalie Kol (Personalleiterin Region Süd), sagte eigentlich gar nichts außer pffff und tztztztz. Ach so und sie hat ganz viel den Kopf geschüttelt fast bis zum Schleudertrauma
Herr Nico Lehm (Penny Deutschland und Verhandlungsführer des genossenschaftlichen Großhandel Bayern). Unserm Eindruck nach war er selber gespannt wie das Treffen aus geht.
Und dann war natürlich noch Herr Dr. Philip Merten (Ziemlich hohes Tierchen aus Köln). Er sagte, er ist nur da um zu helfen Vor allem uns wollte er helfen und beraten. Ach so, und auf keinen Fall ist er ein Entscheider hat er gesagt. Er wird nichts entscheiden hat er gesagt. Er selbst sieht sich nur als "Klempner" und schraubt an Problemen bis sie weg sind. Aha, so ist das also. Kommt aus Köln
Für ver.di nahm die komplette Tarifkommission teil:
Herr Sukas Ismail, Herr Link Detlev, Herr Brunner Stefan (alle REWE Buttenheim) zusammen mit dem Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di Bayern Gürlebeck Thomas.
Im Vorfeld war ausgemacht, dass wir über eine REWE Lösung im Tarifkonflikt reden. Auf den Punkt gebracht, sollte der Arbeitgeber ein angemessenes Angebot zur Lohnerhöhung mit im Koffer haben.
Achtung: jetzt wird es schräg
Die Arbeitgeberseite allen voran der „Klempner“ aus Köln wollten uns Gewerkschafter mit den billigsten Tricks und Psycho Spielchen aus der Ruhe bringen und auf billige Art und Weise, man könnte sagen in Discounter Manier, aufs Glatteis führen. So wollte man uns verwirren und davon abbringen die Interessen der Belegschaft zu vertreten. Bei knapp 10% Inflation, Millionen gewinnen und satten Vorstandgehältern samt dicker Erhöhung muss man sich wohl so unredlich verhalten. Es kam heraus, dass die REWE Beschäftigten den anwesenden Managern keinen Cent mehr wert sind wie 1,7% mehr im Monat. Nachdem alle nichts entscheiden konnten ist das wohl der Wille des Vorstands in Köln. Kaviar und Champagner für den Vorstand und trockenes Brot und Wasser für den Rest. Der „Klempner“ stellte in "Aussicht", dass Sie einen Koffer mit einem Angebot dabei hätten. ABER!! Sie verlangten, dass dieses Angebot nur von Ihnen ausgesprochen werden kann wenn es in diesem Raum blieb. Heißt nichts anderes als das der „Klempner“ aus Köln ernsthaft von uns verlangte unseren ver.di Mitgliedern, den Streikenden und den Beschäftigten keinerlei Informationen über das Angebot geben dürfen. Der „Klempner“ aus Köln verlangte tatsächlich von uns das wir im Hinterzimmer ganz still und heimlich mit Rewe einen Tarifabschluss machen.
Für jemand der angeblich nichts entscheiden kann und will, war der "Klempner" aus Köln dann ziemlich sauer und unseriös in seinen Aussagen; als er feststellen musste das mit uns keine „schmutzigen Deals“ laufen. Es geht um nicht weniger als um die Kohle der Rewe Beschäftigten. Da machen wir keine Hinterzimmer Deals. Da lassen wir uns dann auch gerne als unprofessionell und stur beschimpfen.
Ein tolles Niveau wird da in Köln gepflegt. Sobald man nicht seinen Willen bekommt den gegenüber beschimpfen. Klasse Firmenphilosophie.
Zusammen gefasst heißt es, die Spitzenmanager von gestern sagen erst was sie zahlen wenn wir versprechen das wir niemanden sagen was sie sagen was sie zahlen.
In Bayern sagt man da: “Ja san die narrisch?“
Liebe REWE, ein bisschen würden wir uns an eure Stelle für einen solchen Auftritt schämen.
Wie gehts weiter?
Nachdem Rewe mit uns nur gesprochen hat weil sie die Streiks nicht mehr wollen und doch mehr wirken wie sie zugeben und sie weitere Streiks in Eitting und Buttenheim verhindern wollten, müssen wir die richtige Antwort auf die „billige REWE Nummer“ geben. Bei dieser Inflation haben wir doch nichts zu verschenken. Also das heißt beim nächsten Streik für dich lieber Leser und liebe Leserin:“ Ich bin dabei und streike für eine wertschätzende Lohnerhöhung!“