Sonntag, 12. Juli 2026

Übernahme von Feneberg durch REWE

 

Übernahme darf nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen

Die geplante Übernahme der Feneberg-Supermärkte durch REWE Group mit insgesamt 72 Filialen stellt die Lagerstandorten Buttenheim und Eitting vor Herausforderungen und ist ein bedeutender Schritt für den Lebensmittelhandel. Für die Beschäftigten bringt diese Entwicklung jedoch erhebliche Unsicherheiten mit sich.

Wo Unternehmen von Wachstum, Synergien und steigenden Umsätzen sprechen, erwarten wir klare Zusagen für die Menschen, die diesen Erfolg täglich erarbeiten. Zusätzliche Aufgaben, höhere Warenmengen und steigender Leistungsdruck dürfen nicht dazu führen, dass die Beschäftigten die wirtschaftlichen Vorteile der Übernahme allein durch Mehrarbeit und höhere Belastung finanzieren.

Gleichzeitig laufen Tarifverhandlungen, in denen eine Lohnerhöhung von 7 Prozent von Arbeitgeberseite als überzogen dargestellt wird. Diese Bewertung teilen wir nicht. Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren trotz hoher Inflation, gestiegener Lebenshaltungskosten und zunehmender Arbeitsverdichtung den Handel zuverlässig am Laufen gehalten. Eine faire Entgelterhöhung ist deshalb keine überzogene Forderung, sondern Ausdruck von Respekt und Wertschätzung für ihre Leistung.

Wer durch eine Übernahme seine Marktposition stärkt und zusätzliche Umsätze erwartet, muss auch bereit sein, in seine Beschäftigten zu investieren. 

Gute Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal und faire Tariflöhne sind keine Belastung, sondern die Grundlage für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.

Wir erwarten von REWE klare Zusagen für den Erhalt der Arbeitsplätze, die Sicherung der Standorte, ausreichende Personalbesetzung und einen konstruktiven Umgang in den Tarifverhandlungen. Wachstum darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Die Beschäftigten sind nicht der Kostenfaktor – sie sind der Erfolg des Unternehmens. Deshalb erwarten sie Respekt, faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen.

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