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Dienstag, 11. Juli 2023

Arbeitgeber blockieren Abschluss


Dann streiken wir eben weiter !

Am 10 Juli 2023 hat die dritte Tarifverhandlung für die Beschäftigten im genossenschaftlichen Großhandel Bayern stattgefunden. Mit am Verhandlungsort in München waren auch rund 150 Streikende der REWE Lagerstandorten Buttenheim und Eitting. Die Streikenden wollten den Arbeitgebern, besonders der Vertreter*innen von REWE und Penny, die aktuelle dramatische Lebenssituation schildern und ihnen erklären, dass 1,7  für 2022 und das bisherige Angebot verheerende Folgen für sie haben. Die Arbeitgeber ihrerseits versuchten den Streikenden einzureden, dass ihr Angebot für 2023 viel Geld ist und den Beschäftigten damit geholfen sei. Dieses gleichgültige und respektlose Verhalten wurde in den Verhandlungen fortgeführt.

Neues Arbeitgeberangebot ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.

Anstatt, dass die Arbeitgeber ein abschlussfähiges Angebot machen, das den Beschäftigten die dringend benötigten Entgelterhöhungen bringt, legten sie ein neues Angebot vor, das die Situation der Beschäftigten weiter dramatisch verschärft und einem weiteren Schlag ins Gesicht gleich kommt. Sie boten an:

-    5,1 Prozent ab 01.09.2023 (4 Nullmonate)
-    2,9 Prozent ab 01.08.2024 (3 Nullmonate)
-    700 Euro IAP im Folgemonat des Abschlusses 
      (Azubis 50%, Teilzeitkräfte anteilig)
-    700 Euro IAP im Januar 2024 
     (Azubis 50%, Teilzeitkräfte anteilig)
-    Wenn der Arbeitgeber schon IAP gezahlt haben, soll diese angerechnet werden können
-    Für 2022 bieten sie unverschämte 1,7%

Das Angebot heißt für die Beschäftigten nichts anderes als:

-    Reallohnverluste für die nächsten Jahre
-    Drohende Altersarmut wird weiter verschärft
-    Kein Respekt, keine Wertschätzung und keine Anerkennung für die Beschäftigten


Wir lassen uns das nicht bieten!
Wir streiken weiter !

Bis zur der nächsten Verhandlungsrunde werden wir den Arbeitgebern die richtige Antwort auf ihre skandalösen Verhalten geben. Wir werden den Druck aus den Betrieben weiter erhöhen und ausbauen. Wir lassen uns nicht billig abspeisen.

PS: Jetzt habt ihr es auch für den genossenschaftlichen Großhandel in Bayern.

Ver.di Blogteam


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