Donnerstag, 20. Juni 2024

Neue Zukunft erkämpft !


Nach einem Jahr hartem Arbeitskampf.
Wir haben einen Tarifabschluss!

Nach über einem Jahr ausdauerndem Kampf mit über 1.500 Streikaktionen in mehr als 28 Streikbetrieben im bayerischen Groß- und Außenhandel wurden in der Nach von Dienstag auf Mittwoch, dem 19. Juni 2024 mit einem Tarifabschluss die Weichen für die Zukunft gestellt.

Weichen für die Zukunft gestellt
Völliges Neuland betraten die Arbeitgeber und wir mit einer Verhandlungsverpflichtung zu den drängenden Herausforderungen im Großhandel. Als gemeinsame Themen haben wir die Gestaltung der Digitalisierung und KI, eine Qualifizierungsoffensive für die Beschäftigten, die Fachkräftebindung und -gewinnung sowie die Alterssicherung der Beschäftigten vereinbart. 

Kampf gegen Altersarmut - Neue Alterssicherung
Im Kampf gegen Altersarmut vereinbarten wir eine tarifliche Altersvorsorge von zusätzlich 480 € zu den bereits vereinbarten 156 €. Der neue Altersvorsorgebetrag ist verpflichtend für alle Betriebe und Beschäftigten vereinbart. Damit stehen 636 € vom Arbeitgeber für die betriebliche Altersvorsorge zur Verfügung. Der Arbeitgeberzuschuss bei weiterer Entgeltumwandlung erhöht sich auf 15 %. Eine gemeinsame Pensionskasse für den Großhandel ist das Ziel.

Existenzsichernde Einkommen
Zur Erhöhung der Einkommen wurde konkret vereinbart:
  • ab 01. Oktober 2023 gibt es 5,1 % mehr
  • ab 01. Mai 2024 gibt es 5 % mehr
  • ab 01. Mai 2025 gibt es 2 % mehr
  • ab 01. Mai 2025 gibt es 480 € für die betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten (Jährliche Zahlung)
  • die Auszubildendenvergütungen erhöhen sich in jedem Jahr und Ausbildungsjahr um 60 €
  • einmalige nicht anrechenbare Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.000 €*, die Auszubildenden erhalten 500 € Inflationsausgleichsprämie. Spätester Auszahlungszeitpunkt ist der 30.09.2024. *Teilzeitbeschäftigte anteilig 
Da war schon 13 Monate Tarifrunde hinter uns haben, vereinbarten wir den Tarifabschluss für die nächsten 24 Monate. Die Laufzeit endet am 30. April 2026.

Für die anstehenden Tarifverhandlungen zu den Herausforderungen im Großhandel Bayern muss unsere Gemeinschaft der Engagierten weiterwachsen.
Deshalb: Engagieren Sie sich und organisieren Sie sich in ver.di.

Danke an allen Streikenden für ihren Mut, ihre Ausdauer und für ihre Entschlossenheit!
Ohne Euch kein Handel!
Mitglied werden lohnt sich! Klick hier.

Nur gemeinsam können wir solche Erfolge erzielen! 
Nur gemeinsam sind wir stark! Jetzt in ver.di organisieren!

Abschluss in Bayern ist der Groß- und Außenhandel nicht genossenschaftlicher Großhandel.





Mittwoch, 22. Mai 2024

HDE: Einzelhandel erwartet zur Heim-EM Umsatz von 3,8 Milliarden Euro 😡

Das freut uns wirklich für den Handelsverband Deutschland - HDE. Um so beschämender ist es, dass der HDE und die in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen, den Angestellten wieder einmal einen angemessenen Tarifabschluss bis heute verweigern. 

Schämen sollten sie sich ! 

Den ganzen Artikel findet ihr hier…. Klick

Bitte belehrt uns nicht wieder es sei der Einzelhandel, der Groß- und Einzelhandel liegen so nah beieinander.

Ver.di 

Blogteam

Dienstag, 21. Mai 2024

NEWS vom Arbeitsgericht aus Bamberg !

 


Wir können euch wieder aktuelles aus dem Arbeitsgericht Bamberg berichten. Heute morgen ist uns zugetragen worden, dass am vergangenen Freitag den 17.05.2024 erneut Kollegen von Rewe aus Buttenheim Thema am Arbeitsgericht waren. 

Inhaltlich ging es um nicht bezahlte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutzklagen und Betriebliche Sonderzahlung aus dem Jahr 2023 (Auch das wird den Streikenden verwehrt). Werte die u.a. nicht mal berufungswürdig sind.

Am Ende des Sitzungstags gab der Richter der HDE Vertreterin mit auf dem Weg, dass diese ständigen Benachteiligungen gegenüber Streikenden doch nichts bringe. In der Vergangenheit wurde das schon mit Urteilen besiegelt und in der Zukunft wird es nicht anders sein. Rewe Vertreter weitere Urteile gefällig ? Tolle Rechtsberatung habt ihr da, Lob an den HR. 

Jetzt Ver.di Mitglied werden

Verdi Blog Team



Montag, 13. Mai 2024

Abmahnung, Aufhebungsvertrag, Kündigung !

 

Unsere Mitglieder treten wieder an uns heran und berichten erneut von den Zuständen bei REWE in Buttenheim und Eitting. Die Rechtsschutzanträge auf Kündigungsschutzklagen häufen sich, genauso wie die Abmahnungen die durch die Lagerleiter und Teamleiter durchgeführt werden. Unter zwang eidesstaatliche Erklärungen und auch im Kreuzverhör zu Aufhebungsverträgen gedrängt.

Die kleinsten Vergehen führen aktuell zu Abmahnungen, Aufhebungsverträge werden durch die Kollegen abgelehnt. Doch jetzt legt REWE sogar noch eines drauf. Sie kündigen die Beschäftigten, hierfür liegen Krankheitsbedingte Kündigungen vor, obwohl u.a. keine negative Krankheitsprognose erkennbar ist. Es spielt keine Rolle ob die Krankheit einer Operation voraus ging oder der Kollege ein kurzzeitiges Krankenbild hatte. 

Und das alles, nur gegen Streikende. Das Grundgesetz wird hier mit Füßen getreten. Schämt euch.

Ein Streikender der minimal zur spät an seinem Arbeitsplatz kommt wird eine Abmahnung zugesandt ein nicht Streikender bekommt die telefonische Auskunft, dass er sich nicht so beeilen soll und es kein Problem sei.

Kollegen auf den Boden setzen, siehe Artikel Anfang des Jahres. Wochenlang die Kollegen auf Arbeitsanweisung warten lassen. Jetzt werden sie abgemahnt, zum Aufhebungsvertrag gedrängt oder sofort gekündigt. 

Frage an den Vorstand, ist das REWE Like? Beruf und Familie Leitsätze. Bester Arbeitgeber im Handel werden wollen. Bei solchen Machenschaften die durch vereinzelte Personen in der Region Süd durchgeführt werden, wann schreitet hier die Zentrale in Köln denn endlich ein?

verdi. Blogteam





Montag, 25. März 2024

Arbeitgeber boykottieren Lösungen

 

Arbeitgeber verhindern Tarifabschluss

Tausende mutige Kolleg*innen kämpfen seit 10 Monaten mit enormer Ausdauer, Mut und Entschlossenheit gegen den anhaltenden Reallohnverlust und für angemessene Entgelterhöhungen. Und trotzdem: Am Freitag, den 22. März 2024 boykottieren die Arbeitgeber in der mittlerweile 10. Tarifverhandlung den dringend benötigten Tarifabschluss und lehnten alle Lösungsvorschläge der ver.di Tarifkommission ab. Nach intensiven  und stundenlangen Verhandlungen stand fest, dass die Arbeitgeber sich ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Kolleg*innen in den Betrieben entziehen wollen und weiter auf Reallohnverluste ihrer Beschäftigten setzen.

Arbeitgeber sagen Nein zu jedem Vorschlag

Die ver.di Tarifkommission hatte konkrete Lösungsvorschläge für den dringend benötigten Tarifabschluss gemacht. Vorgeschlagen wurde unter anderem:

- eine Mitgliedervorteilsregelung. Die Arbeitgeber argumentieren seit 10 Monaten, dass kein Geld für hohe tabellenwirksame Erhöhungen vorhanden sei, weil man auch die kleinen Unternehmen berücksichtigen muss. Unser Vorschlag war, dass es einen prozentualen Sockelbetrag für alle Beschäftigten gibt und ver.di Mitglieder zusätzlich eine tabellenwirksame Erhöhung erhalten. Somit könnten die Arbeitgeber Millionen von Euro sparen. Das lehnten sie ab. Damit steht fest, dass es den Arbeitgeber nicht ums Geld geht, sondern sie schlicht einen Abschluss auf dem Rücken der Kolleg*innen austragen wollen.

- die Erhöhung des Urlaubsgeldes. Die ver.di Tarifkommission schlug vor, einen Prozentsatz an Entgelterhöhung zu vereinbaren und zusätzlich des Urlaubsgeld zu erhöhen, so dass insgesamt ein tragfähiger Tarifabschluss möglich ist. Das lehnten die Arbeitgeber als nicht "darstellbar" ab. Auf einmal ging es doch wieder ums Geld bei ihnen. Für uns absolut unglaubwürdig. 

- eine deutliche Erhöhung der betrieblichen Altervorsorge für alle Beschäftigten. Die ver.di Tarifkommission schlug vor, eine prozentuale Erhöhung und zusätzlich die Altersvorsorge obligatorisch (bedeutet: alle Beschäftigten bekommen automatisch ein Vorsorgekonto) mit einer deutlichen Erhöhung des Vorsorgebtrags durch den Arbeitgeber zu vereinbaren. Die Arbeitgeber lehnten ab, da es zu viel bürokratischer Aufwand sei. Ein Skandal. Der Kampf gegen die drohende Altersarmut scheitert, weil die Umsetzung den Arbeitgebern Arbeit machen könnte. 

- Vorgeschlagen haben wir auch, durch einen Zukunftsfond die Qualifizierung der Beschäftigen zu investieren. Eine jährliche wiederkehrende Einmalzahlung an die Beschäftigten würde jetzt als Entgelterhöhung vereinbart. Ein Teil davon könnte in Zukunft für die Zukunftssicherung, also auch für die Qualifizierung verwenden werden. Da der Großhandel vor großen Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Plattformökonomie und Automatisierung steht, ist es eine zentrale Aufgabe, die Beschäftigten zu qualifizieren und weiterzubilden, um auf die Veränderung der Arbeitsplätze eine Antwort zu haben. Das lehnten die Arbeitgeber auch als zu bürokratisch ab. Entlavernd. Die Sicherung der Arbeitsplätze im Großhandel scheitern also angeblich an der Bürokratie, die man uns aber nicht erklären konnte.

STREIK wird jetzt zur PFLICHT !

Die Arbeitgeber haben in der Tarifverhandlung uns deutlich zu verstehen gegeben, dass es nur noch um die Gewinne der Konzerne geht. Die Zukunft der Kolleg*innen im Betrieb und die Zukunft der gesamten Branche ist ihnen egal. Das zeigt sich auch darin, dass sie wieder kein eigenes verbessertes Angebot machten !

Wir kämpfen weiter!

- Für angemessene hohe tabellenwirksame Entgeltsteigerungen

- Gegen die drohende Altersarmut der Kolleg*innen im Großhandel

- Für einen Tarifabschluss, der verhandelt wurde und nicht einseitig von den Arbeigebern diktiert wird

Was ist zu tun?

- Die Kolleg*innen informieren

- Mitglied werden und in ver.di organisieren

- Beim nächsten Streik dabei sein 

 


 




Samstag, 2. März 2024

Bei REWE nimmt es kein Ende !

Uns wurde zugetragen, dass am vergangenen Donnerstag den 29.02.2024 erneut die Behörde in Buttenheim aufschlieg. Erstaunlicherweise und äußerst überraschend klopften sehr viele Beamte an den Rewe Toren. Doch es ist nicht das erstemal. Was sich hier wohl schon wieder hinter der Sache verbirgt? Arbeiter mit fehlenden Papiere? Schwarzarbeit? Verstoß Arbeitszeit? Bezahlung? Probleme mit Zeitarbeit? Oder vielleicht ein ganz anderer Grund? Bei so einen Auftritt ist sehr viel Spekulations Spielraum. Wir fragen uns, wann wird für die Handlungen bei Rewe in Buttenheim endlich Verantwortung übernommen und Konsequenzen gezogen. Wir werden weiter berichten.....


ver.di

Blogteam

 

Samstag, 17. Februar 2024

Die Behörde schaltet sich ein !

 
Bei Rewe wird es nicht ruhiger, wie wir euch schon berichtet haben sind die Zustände im Zentrallager in Buttenheim äußerst fragwürdig, nein sie sind Menschen unwürdig. Nach einigen Gesprächen und jetzt schon seit 7 Wochen warten auf Arbeitsanweisung haute Rewe erneut einen drauf. Es wurde uns zugetragen dass sich neue Teamleiter sehr wichtig machen, Teamleiterin Lehmann Caroline oder auch Teamleiter Bayer Daniel setzten der ganzen Sache einen neuen Deckel auf. Die, die auf Arbeitsanweisung im Eck, Tag für Tag warten, wurden mit Arbeitsanweisung angewiesen, ihre selbst gebauten Sitzgelegenheiten (Paletten und Pappkarton) abzubauen, die Kollegen und Kollegeninnen mussten sich somit auf den kalten Beton setzen. Als die Führungskräften damit konfrontiert wurden, soll die Aussage getroffen worden sein, sie müssen sich ja nicht auf den Boden setzen, sie sollen sich irgendwo anders hinsetzen oder sie hätten noch die Alternative zu stehen. Es macht uns sprachlos, in anderen Ländern wird das lange stehen als Folter genutzt. In unmittelbarer Nähe befanden sich Bierbänke, doch die bekamen die Kollegen erst am nächsten Tag zur Verfügung gestellt. Somit wurden wir gezwungen uns  beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung Oberfranken zu melden, schnell wurde der Kontakt hergestellt, das Amt schlug sofort am Freitag Mittag bei Rewe in Buttenheim auf. Aus Diskussionen heraus ging hier hervor, dass das sogar für dieser Behörde zu viel sei, sie hielten das treiben bildlich fest und Befragten die Betroffenen im Detail. Es machte sie sprachlos. Unter ständiger Beobachtung schaute sich auch diesen Besuch der Betriebsstellenleiter Herr Heiko Ködel mit an. Seit Wochen, griff auch er nicht ein und unterstützte somit auch diese Machenschaften. Regionale Pressevertreter berichten über diesen Zustand. Kein Kommentar von Rewe aus der Region. Wird das Spiel jetzt endlich beendet und dürfen diese Kollegen endlich ihrer gewohnten Arbeit wieder nachgehen wie es in ihrem Arbeitsvertrag steht? Wir werden es sehen und werden wieder berichten. 

Verdi 

Blog Team

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