Aktuelle Informationen
zum Thema Arbeitszeit
Muss ich heimgehen,
wenn REWE es will?
Liebe Kolleg*innen bei REWE,
immer häufiger bekommen wir Hilferufe aus dem REWE Lager in Eitting und Buttenheim zum Thema Arbeitszeit.
Was ist passiert?
Es kommt immer öfters vor, dass die Abteilungsleiter oder Teamleiter einzelne Kolleg*innen oder ganze Abteilungen vorzeitig nach Hause schicken. Die Begründung ist, dass es keine Arbeit gibt und man deshalb nach Hause gehen muss und Minusstunden aufbauen soll.
Muss ich Minusstunden machen, wenn der Chef das will?
Wer nicht nach Hause gehen will, der kann in der Arbeit bleiben. Man muss das nur dem Abteilungsleiter sagen. Das heißt man muss seine Arbeitskraft anbieten.
Ich habe meine Arbeitskraft angeboten und soll trotzdem nach Hause gehen. Was ist dann?
Lass es Dir schriftlich geben, oder besser, nimm einen ver.di Betriebsrat Deines Vertrauens dazu. Wenn der Abteilungsleiter Dich dann nach Hause schickt, muss REWE Dich trotzdem für einen ganzen Tag Arbeitstag bezahlen. Das nennt sich dann Annahmeverzug.
Darf das REWE überhaupt?
Natürlich nicht! Wieder einmal hält sich REWE nicht an tarifvertraglichen Bestimmungen. Im Manteltarifvertrag gibt es für die Beschäftigten eine Schutzregelung bei flexiblen Arbeitszeiten. REWE muss 4 Wochen im Voraus sagen, wann man Dich nach Hause schicken will. 4 Wochen vorher ! Ganz klar verhält sich REWE tarifwidrig!
Warum macht der Betriebsrat nichts?
Ganz einfach. Weil die Mehrheit des Betriebsrats und vor allem der neue Vorsitzende des Betriebsrats das anscheinend ganz toll finden, dass das unternehmerisches Risiko der REWE auf die Beschäftigten abgewälzt wird. Nur die ver.di Betriebsräte wollten etwas dagegen unternehmen. Aber der Vorsitzende des Betriebsrats will nicht.
Was kann ich tun, wenn ich nicht früher nach Hause will?
Wende dich an einen ver.di Betriebsrat. Sie können Dir sagen was du machen musst.
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