Freitag, 19. August 2022

Warum streiken wir bei REWE?


Der Arbeitskampf beträgt jetzt 14 Monate und die Zahlen belegen es doch eindeutig wir laufen in eine Spirale wo wir unseren Lebensstandard nicht mehr bezahlen können. 

Liebe REWE Vorstände, HR Leiter, Lagerleiter und Logistikleiter versucht doch mal mit 2385 Euro Brutto ein Monat zu überstehen. 




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Donnerstag, 18. August 2022

REWE greift Betriebsräte an !


 
Langsam werden wir den Verdacht nicht los dass die Vorgesetzten Kopfgeld bzw. nach ausgestellten Abmahnungen bezahlt werden. Wie müssen wir verstehen dass beim kleinsten „Verstoß“ abgemahnt wird und unser Tarifvertrag mit Füßen getreten wird ? 
 
Betriebsräte sind wieder an uns heran getreten mit dem u.a. Sachverhalt, unserer Annahme legt die Firma REWE Group nichts auf den bestehenden Tarifvertrag  (genossenschaftlicher  Großhandel). 

Im Fall 1 Auszug aus dem Tarifvertrag:
 
§9 Ziff. 1
Der Arbeitnehmer/ Die Arbeitnehmerin ist in folgenden Fällen unter Fortzahlung seines/ihres Gehaltes bzw. Lohnes von der Arbeit freizustellen:
 
c) für die tatsächlich zur Erledigung einer Angelegenheit benötige Zeit:
 
- beim Aufsuchen eines Arztes, sofern dies während der Arbeitszeit erforderlich ist

Dem aktuellen Beispiel gingen leider krankheitsbedingte Fehltage des Kollegens voraus in einem Krankenrückführungsgespräch wurde man sich einig, dass Physio Behandlungen wohl ein gutes Mittel sei um dieses Leid vorzubeugen. Der Kollege suchte seinen behandelnden Arzt auf und wählte noch zu habene freie Termine. Trotz rechtzeitiger Bekanntgabe dieser Termine verwehrte der direkte Vorgesetzte diese Termine und mahnte das Verhalten mit diesem Schreiben ab.

Wo ist die Wertschätzung? 
Führungsqualität Fehlanzeige ! 

                                 Fall 1:


   Im Fall 2  Auszug aus dem Tarifvertrag:  

§3 Regelmäßige Arbeitszeit

Abs. 2 

Die ungleichmäßige Verteilung der Arbeitszeit ist an folgenden Voraussetzungen gebunden:

b) sie muss gegenüber der Arbeitnehmer/ Arbeitnehmerinnen mit einer Ankündiungsfrist von 4 Wochen erklärt werden. In Ausnahmefällen kann die Ankündiungsfrist durch freiwillige Betriebsvereinbarung auf bis zu 14 Tage verkürzt werden.

Dem aktuellen Beispiel konnte der Kollege leider keine Überstunde leisten da er schon gar nicht wusste wielang es überhaupt ginge und seinen privaten Termin leider nicht verschieben konnte. Selbstverständlich informierte er seinen Vorgesetzten rechtzeitig und ordnungsgemäß.   

Beruf und Familie ? 
Privatleben Fehlanzeige !                           

                             Fall 2:






Dienstag, 16. August 2022

REWE der nächste Tönnies?

Ein klarer Trend ist zu erkennen dass der Weg des Werksvertrag eingeschlagen wird, in allen Standorten ( PENNY Eching, REWE Eitting, REWE Buttenhenheim ) in der Region Süd trifft man immer wieder auf das Wort Werksvertrag.
 
In unserer Branche versteht man unter einem Werksvertrag dass der Auftraggeber REWE bzw. Penny ein Unternehmen beaufragt ein gewissenes Arbeitsvolumen in Kollis gegen einen Werkslohn zu vergüten und nicht nach dem Aufwand einer geleistene Zeit. 
 
Das beauftragte Werksvertragunternehmen handelt unternehmerisch selbstständig, mit wievielen Leuten und mit welchen Zeitaufwand dass ausgemachte Arbeitsvolumen abgeleistet wird.
 
Nachteile der Arbeitnehmer im Werksvertrag:
-vorhandener Tarifvertrag hat keine Bedeutung (REWE, PENNY) 
-Betriebsvereinbarungen greifen nicht
-Sonderzahlungen keine Bedeutungen
-Betriebsratswahl kein Stimmrecht
-Auftraggeber nicht Weisungsbefugt
-Mitarbeiter werden abgegrenzt
-Kollegen arbeiten am Existensminium 
-Schlechte Unterkünfte und Kolllegen werden nur vom Wohnraum zur Arbeitsstätte gebracht, kein Familien Leben
 
Vorteile für REWE im Werksvertrag:
-unternehmerisches Risiko wird auf die schwächsten runter gebrochen
-REWE entzieht sich der sozialen Verantwortung für die Betroffenen
-REWE macht fette Gewinne auf Grund von Lohndumping bei Werksverträgen.  
 
Zu einem aktuellen Fall aus dem REWE Lager in Buttenheim, der Arbeitgeber möchte aus einer kompletten bestehenden Schicht aus dem Trockensortiment eine Werksvertrag Schicht machen. Somit wird natürlich die eigene Stärke der Beschäftigten untergraben, selbstverständlich soll es auch gleichzeitig ein Mittel sein um den bestehenden Arbeitskampf gegen zu wirken. Schämt euch REWE. 

Liebe Firma REWE + PENNY wenn ihr das nur tut um der Spätschicht einen gefallen zu tun, wieso habt ihr nicht auf die Beschäftigten und den VERDI Betriebsräte gehört die schon seit Jahren genau diese Schicht abschaffen wollten bzw. eine geregelte Arbeitszeit forderten?

Liebe Kollegen lasst euch nicht für dumm verkaufen, werdet  ver.di Mitglied und packt mit an.

Unbedingt anschauen
Quelle Youtube ZDF:

 
 

 

Samstag, 13. August 2022

REWE Eitting ist gefallen !

Heute am 12.08.2022 bestreikte wie angekündigt die Gewerkschaft ver.di ganztägig das REWE Zentrallager in Eitting. Die Streikbeteiligung war sensationell der Arbeitskampf wird bis einschließlich 13.08.2022 24:00 Uhr fortgesetzt. 

Die Geschäftsführung der Region Süd nimmt Streiks an 2 Standorten ( Buttenheim + Eitting ) in Kauf und wollte die Streiks vorab nicht verhindern.






































Freitag, 12. August 2022

Streikwelle erreicht REWE in Eitting

Bayerische REWE Lagerstandorte im Streik

 

REWE Beschäftigte gibt es nicht zum Discountpreis

 

Eitting, Buttenheim, 12.08.2022. Im genossenschaftlichen Großhandel Bayern verweigern die Arbeitgeber seit mittlerweile 15 Monaten den Beschäftigten ei-nen wertschätzenden und angemessenen Tarifabschluss. Größter Blockierer eines Tarifabschlusses ist der Lebensmittelhändler REWE mit 2 Logistikstandorten in Bayern. Da die Arbeitgeber weiterhin eine angemessene Tariferhöhung verweigern, werden die Beschäftigen der REWE Lagerstandorte in Buttenheim und erstmals in Eitting am 12.08.2022 zum Streik aufgerufen

 

„Das sich die Arbeitgeber im genossenschaftlichen Großhandel, allen voran REWE, weiterhin einen angemessen und wertschätzenden Tarifabschluss verhindern ist eine bodenlose Frechheit. Zum Beispiel hat REWE, durch den unermüdlichen Einsatz der Beschäftigten, nicht nur während der Pandemie exorbitante Gewinne gemacht. Zumindest hat es für üppige Erhöhungen der Vorstandgehälter gereicht. Dass die Arbeitgeber, unter der Verhandlungsführung des REWE Konzerns, den Beschäftigten für 2022 nur 1,7% als Tariferhöhung gewähren wollen ist eine Ohrfeige alle Beschäftigten. Bei der aktuellen Inflation von ca. 9 % ist das Angebot für 2022 eine bodenlose Frechheit,“ erklärt Thomas Gürlebeck, ver.di Verhandlungsführer im genossenschaftlichen Großhandel und Streikleiter am  REWE Standort Eitting bei München.

 

Erstmals Streiks bei REWE in Eitting

 

In den letzten 15 Monaten haben sich die Beschäftigten von REWE in Buttenheim an über 60 Tagen den Streikaktionen von ver.di angeschlossen. Erstmals werden die Beschäftigten von REWE in Eitting bei München zu Streik aufgerufen. „Bei solch einem weltfremden und respektlosen Angebot, besonders für 2022, ist es wenig ver-wunderlich, dass die Kolleg*innen in Eitting erstmals in den Ausstand treten. Sollten die Arbeitgeber und REWE weiter blockieren wird das sicherlich nicht die letzte Streikaktion gewesen sein,“ sagt Gürlebeck abschließend.

 

Unseren ver.di-Rewe-Blog, auf dem sich Beschäftigte austauschen, über betriebliche Missstände berichten, aktuelle Informationen zum Arbeitskampf erscheinen und wei-tere Insiderinformationen zu finden sind, erreichen Sie über die Adresse

Für Rückfragen:

Thomas Gürlebeck, ver.di Verhandlungsführer gen. Großhandel 0171 / 480 88 82

                                                                                                                              

Hintergrundinformationen:

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) forderte zu Beginn der Tarifrunde 2021 im genossenschaftlichen Großhandel Bayern eine Erhöhung der Löhne, Gehäl-ter und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. Mai 2021 um 4,5 % plus 45 € im Monat. Die Laufzeit der Tarifverträge soll 12 Monate betragen.

Die Arbeitgeber bieten bisher für 2021 eine Erhöhung zum 01.09.2021 um 3% und zum 1.3.2022 um 1,7% an

Mittwoch, 3. August 2022

Wir sind bereit - du auch ?

Tarifrunde genossenschaftlicher Großhandel Bayern bei REWE

FAKTENCHECK zum STREIK!


Bis nach unten scrollen und in deiner Sprache auswählen und verstehen … 👌

 

Seit Juli 2021 kämpfen die Kolleginnen und Kollegen im REWE Lager Buttenheim mit großemMut und großer Ausdauer für eine angemessene Tariferhöhung, Anerkennung, Respekt und Wertschätzung für ihre hervorragenden Leistungen. Nachdem die Arbeitgeber und besonders REWE eine Tariflösung blockieren werden die Streiks bei REWE/Penny bald auf den Standort Eittingausgeweitet. 

 

Um was geht es?

Wir fordern seit Mai 2021 4,5%+45 Euro (zusammen über 6%) mehr.

 

Was bieten die Arbeitgeber?

Die Arbeitgeber und REWE/Penny bieten ab 1.10.2021 nur 3 % mehr und für 2022 bieten sie 1,7% mehr.

 

REWE sagt, dass wegen 0,3 % mehr gestreikt wird. Stimmt das?

Das ist falsch. Wer so etwas behauptet, der lügt. Wir kämpfen für unsere Forderung, 

 

Warum wird gestreikt?

Während der Corona Pandemie hat sich REWE eine goldene Nase verdient. Die Gewinne sind explodiert und die Vorstände haben sich ordentlich die Millionengehälter erhöht. Und bei Euch den Leistungsträgern will man sparen. Besonders die 1,7% für 2022 sind eine Frechheit. Alles wird teurer Benzin, Strom, Essen usw. Da reichen 1,7% nie im Leben. Darum streiken wir!

 

Warum erzählen REWE Führungskräfte solche Märchen?

Ganz einfach. Sie haben Angst. Sie haben Angst davor das noch mehr mutige Kolleg*innen streiken. Noch mehr Angst haben sie davor das in Eittinggestreikt wird. Und sie haben Angst das die Beschäftigen mal an sich denken und für sich kämpfen. Deswegen erzählen sie solche Märchen

 

Darf jeder streiken? 

Alle die bei REWE Beschäftigt sind dürfen streiken. Streik ist ein Grundrecht (Artikel 9 Grundgesetz). 

 

 

 

 

 

Was kannst DU selber tun? 

 

✓ Lass Dich von den Führungskräften nicht einschüchtern
✓ Glaub nicht alle Märchen
✓ Frag bei der Gewerkschaft ver.di nach
✓ Überzeuge Deine Kolleginnen und Kollegen mitzumachen

 

Und am wichtigsten:

 

Sei beim nächsten Streik dabei

 

Mehr Informationen kannst du auf dem ver.di-REWE-Logistikblog lesen: 


 


 

 


Noch kein ver.di Mitglied? 

Und jetzt bist Du dran! Jetzt Mitglied werden und bei der nächsten Aktion dabei sein. Gemeinsam mehr erreichen!



Freitag, 29. Juli 2022

Verliert REWE jetzt jede Moral?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir können euch von der nächsten verzweifelten Aktion der REWE Geschäftsführung berichten. Diesmal macht es die REWE persönlich und greift einen unserer ver.di Betriebsräte in der Region Süd 2 an. Wahrscheinlich mit dem Versuch, dass er aufhört sich für Respekt, Wertschätzung und Anerkennung für die Leistung der Beschäftigten einzusetzen. 

Was ist passiert!

Ende Juni bekam der Kollege nicht nur seine Lohnabrechnung für den Monat Juni. Er bekam neben der eigentlichen Abrechnung auch Korrekturabrechnungen für die Monate April 2022 und Mai 2022. REWE hat in diesen Korrekturen dem ver.di Betriebsratskollegen einfach und ohne Grund das Urlaubsgeld gestrichen (also zurückgefordert), die Vorweganhebungen gestrichen (auch zurückgefordert) und dem ganzen nicht genug, hat man in in eine niedrigerer Eingruppierung verpasst (plötzlich ohne Grund 90 € weniger im Monat).

Zusammen mit ver.di hat der Kollege höflich auf den Fehler hingewiesen. Zusammen hat man die Personalleiterin aufgefordert diesen Fehler zu korrigieren oder zu erklären warum der Kollege das tarifliche Urlaubsgeld und die Vorweganhebungen zurück zahlen soll. Wir wollten auch wissen wieso er in einer niedrigere Eingruppierung geschoben wurde. Die Personalleiterin war sehr überrascht. Wir wissen nicht genau ob sie überrascht war, dass wir diese üble Machenschaft bemerkt haben oder ob sie überrascht war weil es  ohne ihr wissen einfach so passiert ist. Auf jeden Fall wurde garantiert das dieses "Versehen" mit der nächsten Abrechnung für Juli 2022 korrigiert wird.

Und was meint ihr ist passiert? Richtig. Der eigentliche Fehler wurde durch einen anderen Fehler korrigiert. Zwar hat man dem ver.di Betriebsratskollegen sein Urlaubsgeld wieder gegeben. Aber die Eingruppierung hat man jetzt ganz gelöscht. Jetzt ist er ein auf einmal ein sogenannter "AT-Beschäftigter". Dass heißt er ist ein "Außer Tarifbeschäftigter" und hat somit keinen Anspruch auf eine tarifliche  Eingruppierung und auch daher auch keinen Anspruch auf die Vorweganhebung. Zur Erinnerung: AT-Beschäftigte bei REWE sind meistens Führungskräfte die soviel Geld bekommen das es dafür keine Eingruppierung gibt. Wir vermuten, dass AT Beschäftigte bei REWE bei 5000 - 6000 € pro Monat anfangen. Nach oben keine Grenzen. Zu blöd für den Kollegen. Den Status "AT -Beschäftigter" hat er bekommen, die Bezahlung nicht.

Wir glauben nicht an einen Zufall. Der Kollege kämpft seit 14 Monaten mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen zusammen, für einen angemessenen Tarifabschluss. Er war auch am 26. Juni bei dem Gespräch mit dem Klempner aus Köln dabei. Wir haben berichtet.( ver.di REWE Logistik Blog: Dr. Merten provoziert Streiks in Eitting und Buttenheim (verdi-rewe.blogspot.com) )

Der Kollege war es auch der zusammen mit der Gewerkschaft ver.di dieses Jahr erfolgreich gegen die massive Verschlechterung des Arbeitszeitgesetz gegen die Regierung von Oberfranke erfolgreich geklagt hat. Infos zur gewonnen Klage gibt es hier: Gegen gesundheitliche Arbeitszeiten - für Wertschätzung der Corona-Held*innen – ver.di (verdi.de) 

Und tagtäglich setzt er sich für die Beschäftigten ein und legt sich, wenn es sein muss, auch mit den Führungskräften an.

Wir glauben, REWE will den Kollegen einschüchtern und ihm mit der Zurückhaltung von arbeitsvertraglichen Ansprüchen in finanzielle Schwierigkeiten bringen will. Mittlerweile sind wir der Meinung, dass dieses Vorgehen volle Absicht war um zu zeigen wer am "längeren Hebel" sitzt. Wer zu solchen Methoden greifen muss, wenn es Betriebsräte gibt die eine andere Meinung haben, hat jede moralische und demokratische Glaubwürdigkeit verloren.


Wie geht's weiter?

Das ist schnell erzählt. Wir werden für den Kollegen am Arbeitsgericht eine Klage auf korrekte Abrechnung und Nachzahlung gegen REWE einreichen. Traurig aber wahr, dass sich REWE nicht mehr an die Arbeitsverträge halten will.

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