Montag, 13. Juli 2026

Übernahme von Feneberg durch REWE

 

Übernahme darf nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen

Die geplante Übernahme der Feneberg-Supermärkte durch REWE Group mit insgesamt 72 Filialen stellt die Lagerstandorten Buttenheim und Eitting vor Herausforderungen und ist ein bedeutender Schritt für den Lebensmittelhandel. Für die Beschäftigten bringt diese Entwicklung jedoch erhebliche Unsicherheiten mit sich.

Wo Unternehmen von Wachstum, Synergien und steigenden Umsätzen sprechen, erwarten wir klare Zusagen für die Menschen, die diesen Erfolg täglich erarbeiten. Zusätzliche Aufgaben, höhere Warenmengen und steigender Leistungsdruck dürfen nicht dazu führen, dass die Beschäftigten die wirtschaftlichen Vorteile der Übernahme allein durch Mehrarbeit und höhere Belastung finanzieren.

Gleichzeitig laufen Tarifverhandlungen, in denen eine Lohnerhöhung von 7 Prozent von Arbeitgeberseite als überzogen dargestellt wird. Diese Bewertung teilen wir nicht. Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren trotz hoher Inflation, gestiegener Lebenshaltungskosten und zunehmender Arbeitsverdichtung den Handel zuverlässig am Laufen gehalten. Eine faire Entgelterhöhung ist deshalb keine überzogene Forderung, sondern Ausdruck von Respekt und Wertschätzung für ihre Leistung.

Wer durch eine Übernahme seine Marktposition stärkt und zusätzliche Umsätze erwartet, muss auch bereit sein, in seine Beschäftigten zu investieren. 

Gute Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal und faire Tariflöhne sind keine Belastung, sondern die Grundlage für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.

Wir erwarten von REWE klare Zusagen für den Erhalt der Arbeitsplätze, die Sicherung der Standorte, ausreichende Personalbesetzung und einen konstruktiven Umgang in den Tarifverhandlungen. Wachstum darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Die Beschäftigten sind nicht der Kostenfaktor – sie sind der Erfolg des Unternehmens. Deshalb erwarten sie Respekt, faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen.

Gemeinsam sind wir stärker! Mit einer Mitgliedschaft bei ver.di setzt du ein Zeichen für faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Interessenvertretung. Als Mitglied profitierst du von kompetenter Beratung, arbeitsrechtlichem Rechtsschutz und einer Gemeinschaft, die sich engagiert für deine Rechte einsetzt. Werde Teil von ver.di – denn gemeinsam können wir mehr erreichen.



Freitag, 3. Juli 2026

Arbeitgeber verhindern dringend benötigte Entgelterhöhungen !

Ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten

Die zweite Tarifverhandlung für die Beschäftigten des bayerischen genossenschaftlichen Großhandel am 01.07.2026 endete enttäuschend. Nachdem die Arbeitgeber bereits in der ersten Runde kein Angebot vorgelegt hatten, weigerten sie sich auch heute, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. 

Damit wird erneut deutlich: Die finanziellen Sorgen der Beschäftigten, die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und die drohende Altersarmut werden von den Arbeitgebern ignoriert. Für die Tarifforderungen aus 2021 und 2023 weigerten sich die Arbeitgeber eine Lösung zu verhandeln.

Dieses Verhalten gegenüber den Beschäftigten ist ein Skandal.


Weiter gemeinsam Druck machen

Bisher haben sich viele mutige Kolleginnen und Kollegen bei REWE und Penny an den Streiks und Aktionen beteiligt. Das reicht den Arbeitgeber offenbar noch nicht. Deshalb bleibt es notwendig, den Druck aus den Betrieben weiter zu erhöhen und noch mehr Kollegeninnen und Kollegen in ver.di zu begrüßen. Wer Beschäftigte so behandelt, muss den Widerstand spüren. Im Kampf gegen drohende Altersarmut und für angemessene Entgelterhöhungen gibt es keine Alternative.

Wertschätzung, Respekt und Anerkennung sehen anders aus


Werde selbst Mitglied, spreche Deine Kolleginnen und Kollegen auf eine Mitgliedschaft bei ver.di an und sei beim nächsten Streik dabei. Klick hier!

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